Ölpreise: Kursrutsch auf neues Jahrestief – Heizöl wird günstiger

26.02.2025, 11:02 Uhr von

2025-02-26T10:02:39.000Z
Ölpreise: Kursrutsch auf neues Jahrestief – Heizöl wird günstiger (26.02.2025)

Internationaler Markt

Die Ölpreise sind gestern auf ein neues Jahrestief gefallen und starten entsprechend weicher in die Wochenmitte. Der US-Ölkontrakt WTI fiel unter die psychologisch wichtige Marke von 70 Dollar, während Brent-Rohöl zeitweise deutlich unter 73 Dollar notierte und aktuell bei 73,20 Dollar je Barrel gehandelt wird. 

Enttäuschende Konjunkturindikatoren aus Deutschland und den USA befeuerten die Nachfragesorgen der Trader und setzten die Ölfutures massiv unter Druck. Trumps zu Wochenbeginn aufgefrischte Zolldrohungen gegenüber Mexiko und Kanada brachten zudem das bekannte Gedankenspiel in Gang: von Handelskriegen, die die Konjunktur und in der Folge auch die Ölnachfrage schwächen.

Die gleichzeitige Aussicht, dass dem globalen Markt kurz- und mittelfristig mehr Öl zur Verfügung stehen könnte, tat ihr Übriges, die Ölpreise abwärts zu schicken. So hat die irakische Regierung beschlossen, gemeinsam mit dem britischen Energiekonzern BP vier Ölfelder in Kirkuk zu entwickeln. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahren soll die Förderkapazität dieser Felder in der halbautonomen Region Kurdistan um 150.000 Barrel pro Tag (B/T) auf insgesamt 450.000 B/T gesteigert werden.

Zudem steht die fast zwei Jahre stillgelegte Kirkuk-Ceyhan-Pipeline kurz vor der Wiederinbetriebnahme. Mittelfristig könnte sie schrittweise bis zu 400.000 B/T transportieren. Zwar betont der Irak, sich an die Fördermengenbeschränkungen der OPEC-Plus halten zu wollen, doch Zweifel bleiben: Ob der zweitgrößte Ölproduzent der OPEC diesen Kurs durchhält, ist ungewiss.

Die neuen US-Sanktionen gegen den Iran hatten die Preise gestern zu Tagesbeginn noch gestützt, konnten den vielfältigen preisdämpfenden Impulsen am Ende jedoch nicht standhalten. Zudem bleibt fraglich, ob es den USA tatsächlich gelingt, die iranischen Ölexporte vollständig zu unterbinden. Teheran hat in der Vergangenheit immer wieder Wege gefunden, Abnehmer für sein Öl zu finden.

Zur Stunde suchen die Notierungen an den Ölbörsen noch ihre Richtung. Das Barrel der US-Rohölsorte WTI (West Texas Intermediate) steht aktuell bei 69,15 Dollar Preise fallen. Brent kostet 73,20 US-Dollar das Barrel Preise fallen. Eine Tonne Gasöl wird zu 695,75 Dollar gehandelt Preise fallen. Der US-Dollar kostet heute Morgen 0,9523 Euro Preise fallen. Damit ist der Euro für 1,0498 Dollar zu haben Preise steigen. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise sinken. Sie folgen damit dem gestrigen Preisabgang am internationalen Ölmarkt. Die aktuelle Heizölpreis-Tendenz zeigt am Morgen einen bundesweiten Durchschnittspreis von rund 95,75 Euro je 100 Liter (Standardlieferung 3.000 Liter). 

Für Heizölkunden, die zuletzt eher zurückhaltend optimistisch auf sinkende Preise hofften, ist das eine erfreuliche Entwicklung. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt zum Tagesauftakt eine mittlere Kaufbereitschaft. Es misst die tatsächlich aufgegebenen Bestellungen nach einer Preisanfrage. In der tagesaktuellen Lesereinschätzung erwarten 77 Prozent der Befragten künftig sinkende Preise. Der Wert dürfte durch den aktuellen Preisrückgang heute wieder steigen.

Das Tiefpreissystem meldet in einigen Regionen Deutschlands ein Kaufsignal.

Orientierungshilfe für alle Unentschlossenen: Wer jetzt Heizöl braucht, findet eine gute Gelegenheit. Beobachten Sie, wie viel Preisrückgang heute noch drin ist, bevor Sie Ihre Bestellung aufgeben. 

Im Übrigen sind wir mehr denn je der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom 26. Februar 2025

Heizölpreise-Chart vom 26.Februar 2025
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 26 Februar 2025, pro 100 Liter (links) und 3.000 Liter (rechts). Preise inkl. MwSt.

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